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Die GGS - German Graduate School of Management and Law hat Hanix-Mann Robert Mucha gebeten für deren Jahresbericht »ANNUAL« eine Kolumne zu schreiben. Thema: Vision Zukunft. Wie sollte Heilbronn erleben im Jahr 2027 sein, war die Frage, die unserem Mann gestellt wurde. Seine Empfehlung: Be like Darmstadt! Hier der Text.

Be like Darmstadt

Heilbronn rüstet sich für die Zukunft als Wissensstadt. Doch um im Wettbewerb der Kommunen und Regionen zu bestehen und für junge und urban-geprägte Menschen ein attraktiver Lebensmittelpunkt zu werden, muss Heilbronn sich an Darmstadt orientieren.

Ende März hat es mich für einen Nachmittag und Abend lang nach Darmstadt verschlagen. Darmstadt liest sich zugegebenermaßen beschissen, aber Heilbronn wurde in den letzten Jahren regelmäßig in diversen Städterankings von den Hessen hinter sich gelassen. Nicht nur das: Darmstadt ist in Deutschland bei jungen Erwachsenen in der Beliebtheitstabelle aller Großstädte unter den Top fünf. Und das mit knapp 150.000 Einwohnern. Das Ortseingangsschild begrüßt mit dem Label »Wissenschaftsstadt«. Hört sich gut an. Aber Sexappeal strahlen Wissenschaftler und Labore auf junge Leute nicht per se aus. Vor den ersten Eindrücken, die ich von der Stadt beim Hineinfahren erhalte, muss sich Heilbronn nicht verstecken. Darmstadt ist auch nicht hübsch anzuschauen. Also ab in die Innenstadt. Vielleicht würde ich dort auf den Darmstädter Charme stoßen, von dem große Gazetten berichten.
Schnell bog ich von den Hauptadern der Fußgängerzone, wo ich auf aus Heilbronn bekannte Filialisten stieß, in eine Nebengasse. Hier hat sich Darmstadts innerstädtische Lebensqualität offenbart. Zig inhabergeführte Bars, Cafés, Boutiquen, Bike-Shops, Restaurants, Lebensmittelmärkte, Buchhandlungen, Eisdielen, Kioske, Bäckereien und mehr laden zum Entdecken ein. Menschen mit entspannter Großstadt-Aura genießen diesen Mittwoch Nachmittag. Durch Darmstadts Gassen wabern verschiedenste Sprachen und Dialekte. Ich lausche, wie ein hessischer Wissenschaftler beim Feierabend-Cappuccino mit einem indischstämmigen Softwareentwickler über das letzte Spiel von Darmstadt 98 plaudert, während die Studentin – vermutlich »Interactive Media Design« – ein paar Meter weiter dem alteingesessenen Büdchenbesitzer von ihrem neuen WG-Mitbewohner erzählt. Die Darmstädter Innenstadt und ihr Flair erinnern an einen weltoffenen Kosmopoliten, der die Welt mit dem Rucksack bereist, aber genauso gerne eine gute Flasche Wein genießt, während die Heilbronner City dem uninspirierten Pauschaltouristen ähnelt, der die Ein-Liter-Weinflasche mit Schraubverschluss für sexy hält.
Weiterer »fun fact« zu Darmstadt: In dieser Saison wurde das Stadion des ortsansässigen Fußballbundesligisten zu Ehren des 2016 verstorbenen Fans Jonathan Heimes in »Jonathan-Heimes-Stadion am Böllenfalltor« umbenannt. Einfach lässig und empathisch. Darmstadt. Charmestadt! So gewinnt man Herzen.
Nach meinem dreiviertelstündigen Erkundungsrundgang fahre ich zum eigentlichen Ort meines Ausflugs: die Galerie Kurzweil. In das Backsteingebäude auf dem Gelände des alten Güterbahnhofs lud das »Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes«. Thema des Abends: der erweiterte Innovationsbegriff in der Kultur- und Kreativwirtschaft. Denn redet man von Fortschritt, geht es meistens um technische Neuerungen. Wichtiger werden jedoch nichttechnische Innovationen – ein Kernmerkmal der Kultur- und Kreativwirtschaft. Die Veranstaltung war gut besucht, etwa 70 Akteure aus der Kultur- und Kreativwirtschaft sind gekommen, um Impulsvorträge zu hören. Auch der hessische Wirtschaftsminister und Darmstadts Oberbürgermeister waren in der Galerie Kurzweil, dem Darmstädter »Zentrum für angewandte Kunst- und Musikkultur«, einer Mischung aus Galerie, Club und vielem, was dazwischen liegt. Im Anschluss wurde beim Get-together genetzwerkt. In meinem Fall mit einer Sozialunternehmerin, Design Thinkern. Unternehmensberatern, Guerillakünstlern und Kulturlobbyisten. Fazit: Darmstadt hat in wenigen Stunden ein wahres Input-Feuerwerk geboten!
Solche Erfahrungen will ich mittwochs (!) auch in Heilbonn machen können. Denn – so meine feste Überzeugung – nur mit vielfältigen und zeitgemäßen Angeboten und Formaten, die durch Individualität, Kreativität und urbanem Geist gespeist sind, lassen sich junge Erwachsene und urban-geprägte Menschen für einen städtischen Raum langfristig gewinnen. Ich erinnere nochmals an die nichttechnischen Innovationen. Heilbronn hat sie dringend nötig. Sie sind der Kit, die der Intention großartiger Einrichtungen, Institutionen (z. B. experimenta, Bildungscampus, Zukunftsfonds HN) und Stadtentwicklungsprojekten (z. B. Neckarbogen) zum nachhaltigen Erfolg verhelfen wird. Nämlich sich nicht nur als angesehener Ausbildungsstandort zu entwickeln, sondern die in Heilbronn gut Ausgebildeten auch in der Stadt und Region zu halten.
Was muss also mit und in Heilbronn passieren in den nächsten zehn Jahren, um das neue Darmstadt zu werden? Ein paar Wünsche und Vorschläge: 2027 wird es in Heilbronn auch kreative Studiengänge geben. Auf dem Bildungscampus werden Architekten, Medienstudenten und Kommunikationsdesigner neben den BWLern zum alltäglichen Bild gehören. Die neu entwickelte Kulturkonzeption der Stadt nimmt die Kultur- und Kreativwirtschaft als entscheidenden Standortfaktor wahr und fördert diese Bereiche Hand in Hand mit der städtischen Wirtschaftsförderung entsprechend. Immobilieneigentümer im Innenstadtbereich haben ein Qualitätsbewusstsein für die Mieterschaft in ihren gewerblichen Gastronomie- und Einzelhandelsräumen entwickelt. Sie verzichten dafür bewusst auf den ein oder anderen Euro Mieteinnahme, fördern dabei jungen Unternehmergeist, innerstädtische Vielfalt und die Gründerszene. Es gibt 2027 in Heilbronn mehrere Veranstaltungsformate mit individuellem Charme und überregionaler Strahlkraft. Die Bahnhofsvorstadt hat sich zum Szeneviertel entwickelt, ein soziokulturelles Zentrum ist etabliert. Die Heilbronner Falken spielen vor ausverkauftem Haus in der DEL erstklassig. Das Eisstadion ist nach einem Falken-Fan benannt.
Was das bringen würde? Zig inhabergeführte Bars, Cafés, Boutiquen, Bike-Shops, Restaurants, Lebensmittelmärkte, Buchhandlungen, Eisdielen, Kioske, Bäckereien und mehr laden zum Entdecken ein. Menschen mit Großstadt-Aura genießen einen Mittwoch Nachmittag in der Heilbronner Innenstadt. Durch Heilbronns Gassen wabern verschiedenste Sprachen und Dialekte. Ich lausche, wie ein schwäbischer Wissenschaftler beim Feierabend-Viertele mit einem indischstämmigen Softwareentwickler über das letzte Spiel der Heilbronner Falken plaudert, während die Studentin – vermutlich Architektur – ein paar Meter weiter dem alteingesessenen Kioskbesitzer von ihrem neuen WG-Mitbewohner erzählt.
Bis dahin schiele ich aber sicherheitshalber mit einem Auge auf den Darmstädter Wohnungs- und Arbeitsmarkt. Man weiß ja nie, wie sich die Dinge entwickeln …

Nachtrag: Am 14. Juni 2017 gewann Darmstadt auch noch den Wettbewerb »Digitale Stadt« in dem sich die Hessen gegen Wolfsburg, Kaiserslautern, Heidelberg und Paderborn durchgesetzt haben. Digitalstadt Darmstadt
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#hanixmagazin #heilbronn verlost:
In Zusammenarbeit mit Eventstifter Ludwigsburg verlosen wir 3x2 Karten für das Silbermond-Konzert am 28.7.2017 im Rahmen der KSK music open in Ludwigsburg.de. Einfach bis zum 29.06. den Beitrag auf der Hanix-Seite liken und eine Mail an "info@hanix-magazin.de" mit dem Kommentar "ich will zu Silbermond" und eurem vollständigen Namen schreiben. Die Gewinner werden am 30.06. per Mail benachrichtigt. Teilnahme ab 18 Jahren. Viel Glück wünscht das Hanix-Team.
Weitere Infos unter www.ksk-music-open.de
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Mann kann es kaum glauben, aber ein Heilbronner ist sowas ähnliches wie Angelweltmeister. Für uns jedenfalls. Herzlichen Glückwunsch, Johannes Dietel von Barsch-Alarm. In Berlin, seiner Wahlheimat, nennen sie ihn Angelpapst.
Wir hier in seiner Heimatstadt sagen Joe zu ihm!
#PetriGeil
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HERE THEY ARE! THE NEW CHAMPIONS OF THE WORLD PREDATOR CLASSIC 2017! Dustin Schöne and Johannes Dietel // Team Shimano

#hanixmagazin #heilbronn: Von der Haute Cuisine zum Lauginator, die »Wirtschaft« im aktuellen Hanix-Magazin. Schon wenn man vor dem Verliebt in Bad Wimpfen steht und es betritt, bemerkt auch der Laie intuitiv: Hier waren und sind Profis am Werk – mit einem ganz eigenen Konzept. Text: Matthias Marquart, Foto: Ulla Kuehnle Freiraum-photos www.hanix-magazin.de ... See MoreSee Less