Interview des Monats Dezember 2011

Oberbürgermeister Himmelsbach

Helmut Himmelsbach ist seit 1975 Bürgermeister. Wir sprachen mit dem Heilbronner Stadtoberhaupt über seine Unparteilichkeit, die Misere des Heilbronner Fußballs und wieso er Heilbronn mit seinen vielen Baustellen schön findet.

HANIX — Herr Himmelsbach, uns interessiert, wie man überhaupt Berufsbürgermeister wird. Sie waren Bürgermeister in Bietigheim-Bissingen, Heidenheim und sind nun seit zwölf Jahren Oberbürgermeister in Heilbronn. Seit 1975 sind Sie durchweg als Stadtoberhaupt tätig. Eine geplante Karriere?

HELMUT HIMMELSBACH — Natürlich bin ich inzwischen einer der dienstältesten Bürgermeister. Ich wollte tatsächlich schon in jungen Jahren Bürgermeister werden. Schon als Schüler haben mich politische und gesellschaftliche Themen interessiert. Im Alter von 29 Jahren hatte ich dann in Bietigheim-Bissingen die Chance dazu, Bürgermeister zu werden. übrigens: wenn ich heutzutage Einstellungsgespr.che führe, erinnere ich mich immer wieder selbst daran, dass auch mir damals in einem jungen Alter Vertrauen geschenkt wurde.

HANIX — Hat es Sie nie in die Landes- oder gar Bundespolitik gezogen? Immerhin haben Sie in den siebziger Jahren sehr eng mit Lothar Späth zusammengearbeitet. Sie waren sein Stadtkämmerer in Bietigheim-Bissingen als Späth dort ihr Vorgänger als Bürgermeister war. Hat er Sie nicht nach Stuttgart mitnehmen wollen?

HELMUT HIMMELSBACH— Ich geh.re ganz bewusst keiner Partei an. Ich wollte das immer so für mich haben. In die Landes- oder Bundespolitik schafft man es aber nur mit Parteibuch. Deshalb hat sich die Frage für mich nie gestellt. Sicher gab es immer wieder Anfragen. Ob von Späth, Teufel oder Oettinger. Ich bin auch der Ansicht, dass mir der Umstand, in keiner Partei Mitglied zu sein, eher genützt hat. Viele Bürger schätzen es, wenn sich ein Oberbürgermeister unabhängig in seiner Argumentation verhalten kann.

HANIX — Lothar Späth war übrigens auf dem Heilbronner Robert-Mayer-Gymnasium. Hatten Sie während der Zusammenarbeit mit Späth in Bietigheim-Bissingen schon Kontakte nach Heilbronn?

HELMUT HIMMELSBACH — Ich kannte ein paar wenige Leute hier. Den ehemaligen Bürgermeister Erwin Fuchs beispielsweise über die Kulturszene oder den bekannten Schriftsteller Otto Rombach. Ab und an kam ich auch zum Einkaufen nach Heilbronn. Darüber hinaus gab es damals zu Heilbronn wenig Berührungspunkte.

HANIX — Sie sind gebürtiger Oberndorfer. Der Ort gehört zum Regierungsbezirk Freiburg und Fasnacht hat dort einen ähnlichen Status wie Weihnachten. Damit kann Heilbronn nicht dienen.

HELMUT HIMMELSBACH — Ich stamme aus einer alemannischen Fasnachtshochburg. Ich kann an einer Hand abzählen, wie oft ich in den letzten 45 Jahren an Fasnachtsdienstag in Oberndorf gefehlt habe. Wenn man mit dieser Tradition, die es hier so ausgepr.gt nicht gibt, groß geworden ist, muss man einfach dabei sein. Hier in Heilbronn kennen die Bürger diese mittelalterliche, gewachsene Fasnachtstradition nicht.

HANIX — Sie waren während ihrer Laufbahn im Norden und im Süden unseres Bundeslandes tätig. Konnten Sie Mentalitätsunterschiede bei den Menschen festmachen?

HELMUT HIMMELSBACH — Ich denke besonders im Heidenheimer Raum hat die landschaftliche Kargheit die Menschen geprägt. Die raue Alb mit dem dazugehörigen harten Klima prägt die Leute. In Weinbaugebieten sind die Menschen offener, lockerer und etwas lebensbejahender. Man kommt hier im Heilbronner Land schneller mit Menschen ins gesellige Gespräch als beispielsweise in Heidenheim.

HANIX — Der Heilbronner Kultwirt Lothar Hesser ist der Meinung, dass Heilbronn nach Manfred Weinmann unbedingt ein Stadtoberhaupt gebraucht hat, das nicht von hier kommt. Wieso denken Sie, ist er dieser Meinung?

HELMUT HIMMELSBACH — Das hängt sicher damit zusammen, dass die Beziehungsgeflechte von einer auswärtigen Person anders sind. Ich will nicht sagen, ob besser oder schlechter. Sie sind einfach anders. Ein Einheimischer hat natürlich viele Freunde und Bekannte hier und unterliegt meiner Meinung nach deshalb mehr Abhängigkeiten. Ich bin auch heute noch mit niemandem aus dem Gemeinderat per Du. Eine gewisse Distanzierung tut dem Amt gut. Ich bin als Oberbürgermeister nicht der Kumpeltyp, aber Bürgernähe ist mi trotzdem sehr wichtig. Das habe ich schon immer so gepflegt.

HANIX — Bevor Sie 1999 Oberbürgermeister Heilbronns wurden, mussten auch Sie, wie in der Politik üblich, Bündnisse und Verbündete für sich gewinnen. Sie waren schließlich ein Unbekannter von außerhalb. Wie haben Sie das angestellt?

HELMUT HIMMELSBACH — Ich habe tatsächlich bei der Stunde Null angefangen. Das war zunächst ein großes Problem für meinen Wahlkampf, das kann ich im Nachhinein zugeben. Ich kannte hier fast niemanden, war parteiungebunden und musste zunächst viel von Heidenheim aus agieren, wo ich noch Oberbürgermeister war. Dazu kam die Größe Heilbronns. Das war insgesamt eine enorme Herausforderung für mich. Aber ich war kein Wahlkampfneuling und habe über einen gewissen Erfahrungsschatz und Routine verfügt. Es waren im Vorfeld meiner Kandidatur natürlich viele Gespr.che notwendig. Ich habe mit den Parteien geredet, Pressegespr.che geführt, bin auf die Vereine zugegangen. Die CDU, die FDP und die Freien Wähler haben meine Kandidatur dann unterstützt. So ist das damals Ende 1998 angelaufen. Als klar war, das ich kandidieren würde, habe ich den Wahlkampf intensiv geführt. Ich bin fast täglich nach meinem Dienstschluss in Heidenheim nach Heilbronn gefahren. Ich erinnere mich, einem stündigen Schlafdefizit hinterhergerannt zu sein. Zweimal hat mich nachts fast der Sekundenschlaf auf dem Rückweg nach Heidenheim übermannt. Das war eine sehr arbeitsintensive Zeit und ein aufwändiger Wahlkampf.

HANIX — Heilbronn und das Heilbronner Land hat wunderschöne Ecken, die man vielleicht auch nicht auf den ersten, flüchtigen Blick entdeckt. Haben Sie einen Platz hier in Heilbronn und Umgebung, den Sie erst auf den zweiten Blick für sich entdeckt haben?

HELMUT HIMMELSBACH — Ich finde den Wartberg sehr schön, sonntags jogge ich dort gerne. Der Blick von oben auf die Stadt ist einfach schön, besonders im Herbst, wenn alles bunt ist. Ich persönlich finde auch das Deutschhof Areal oder das Kirchhausener Schloss wundervoll. Es gibt in der Tat viele schöne Ecken hier in der Stadt und den Stadtteilen.

HANIX — Herr Oberbürgermeister, nervt es Sie, dass es Heilbronn fast ausschließlich durch unangenehme Themen in die überregionale Presse schafft?

HELMUT HIMMELSBACH — Auch viele meiner auswärtigen Kollegen stellen fest, das Heilbronn in den letzten Jahren in der überregionalen Presse im positiven Sinne stärker Berücksichtigung findet. Der Polizistenmord hat die Stadt, ohne unser Zutun, deutschlandweit in die Schlagzeilen gebracht. Ich bin viel unterwegs und viele Leute verbinden mit Heilbronn den Polizistenmord. Auch wenn das aus Sicht der Stadt beispielsweise eine ganz andere Kategorie darstellt als das Drama bei der Duisburger Loveparade. Solche Schlagzeilen bleiben durch die Medienpräsenz des Themas in den Köpfen der Menschen haften. Auf der anderen Seite gab es wie erw.hnt viele positive Schlagzeilen. Heilbronn war die erste Großstadt, die Kindergartengebühren abgeschafft hat. Das hat von Flensburg bis Garmisch für Medienresonanz gesorgt. Auch durch das Wirken der Dieter Schwarz Stiftung wird die Stadt überregional immer mehr wahrgenommen.

HANIX — Aktuell ist der Mord an der Polizistin Michelle Kiesewetter wieder in allen nationalen Medien präsent, darüber hinaus hat er atemberaubende Wendungen erfahren. Inzwischen heißt es, die rechte Terrorgruppierung NSU sei für den Heilbronner Polizistenmord verantwortlich. Sicher auch unglücklich für die Nachbargemeinde Neckarsulm. Dieser Tag war einer der bedrückendsten in der Heilbronner Nachkriegsgeschichte?

HELMUT HIMMELSBACH — An diesen 25. April 2007 kann ich mich noch genau erinnern. Ich war in Karlsruhe als ich die Nachricht erhielt. Ich kam an diesem Tag gerade noch in die Stadt rein. Kurz darauf war Heilbronn quasi hermetisch abgeriegelt. Stundenlang sind Hubschrauber über der Stadt gekreist. Das war für alle Heilbronner ein beklemmender Tag.

HANIX — Lassen Sie uns auf das nun zu Ende gehende Jahr zurückblicken. Wie lautet ihr Resümee für 2011?

HELMUT HIMMELSBACH — So viele Erfolge und positive Ereignisse in der Stadtentwicklung hat es hier noch nicht gegeben. Wir haben den Bildungscampus eingeweiht, der Ausbau der Stadtbahn-Linie Nord hat ebenfalls begonnen, wir bauen den Zukunftspark, einen Hochtechnologie-Park auf dem Wohlgelegen-Areal, extrem aus. Die SLK-Kliniken werden für insgesamt 300 Millionen Euro ausgebaut. Das betrifft die Kliniken im Plattenwald und Gesundbrunnen. Aus meiner Sicht ist das ein Riesenwurf für das Gesundheitswesen des Stadt- und Landkreises Heilbronn. Der Wettbewerb zur Bundesgartenschau ist ebenfalls mit tollen Entwürfen zu Ende gegangen. Das kann sich durchaus sehen lassen. Das registrieren auch meine Amtskollegen aus Baden-Württemberg. Ich freue mich immer, wenn Kräne in einer Stadt stehen. Das bedeutet, dass sich etwas bewegt und die Stadt sich weiterentwickelt.

HANIX — Das kommende Jahr wird, dafür muss man kein Prophet sein, weiter von der Verschuldungskrise, die uns seit Monaten tagtäglich verfolgt, bestimmt werden. Beeinflusst die globale Vernetzung auch ihre regionale Arbeit und mit welchen Schwierigkeiten wird Heilbronn diesbezüglich konfrontiert werden?

HELMUT HIMMELSBACH — Das bemerkt man schon, sicher. Wir als Stadt Heilbronn bewegen uns natürlich auch in Finanzverbünden. Bund, Länder und Gemeinden hängen zusammen. Wenn es dem Bund schlecht geht, geht es den Gemeinden in der Regel auch nicht blendend, weil es da große Abhängigkeiten gibt. Das verhält sich bei der Industrie ebenso. Heilbronn nahm 2007 100 Millionen Euro an Gewerbesteuer ein. Ein Jahr sp.ter waren es nur noch 49 Millionen Euro. Wir hatten zum Glück Rücklagen, aber über mehrere Jahre h.tte Heilbronn das nicht durchhalten können. Heilbronn ist wie der gesamte Norden Baden-Württembergs gepr.gt von der Automobilindustrie und vom Export. Darin lagen die Gründe, dass Heilbronn über viele Jahre hinweg eine wohlhabende Stadt war. Es war hier nach dem zweiten Weltkrieg bis 2008 aber nie der Fall, dass beide Zweige – die Automobilindustrie und der Export – gleichzeitig eine Talsohle zu durchschreiten hatten. Deshalb hat es uns bei der letzten Finanzkrise auch so sehr gebeutelt.

HANIX — Die Armut in Heilbronn und dem Heilbronner Land wächst wie überall im Land merklich. Inzwischen müssen ungefähr 6000 Menschen aus der Region auf das Angebot der »Tafeln« zurückgreifen. Was tut die Stadt, um dem entgegenzuwirken?

HELMUT HIMMELSBACH — Wenn man unseren Sozialhaushalt anschaut, wird man erkennen, dass er in den letzten Jahren stetig angestiegen ist. Obwohl wir eine Region sind, die eine der geringsten Arbeitslosenquoten hat. Aber eine Großstadt wie Heilbronn hat natürlich auch mit der Problematik der Langzeitarbeitslosigkeit, Trinkerszenen und Obdachlosigkeit zu kämpfen. Großstädte ziehen nun mal diese Menschen mehr an als das flache Land. Aus meiner Sicht tun wir für diese Menschen als Kommune relativ viel. Ich muss aber auch akzeptieren, dass ich die Gesellschaft nicht ändern kann.

HANIX — Können Sie bei der undurchsichtigen Finanzkrise und Themen wie Stuttgart21 den Politfrust und die Protestwilligkeit der Bürger nachvollziehen?

HELMUT HIMMELSBACH — Ich denke, dass die Politikverdrossenheit hauptsächlich mit Arbeitslosigkeit zusammenhängt und fehlender wirtschaftlicher Prosperität. Es schmerzt natürlich, wenn man die Quoten bei der Jugendarbeitslosigkeit sieht. Obwohl wir hier in Deutschland noch relativ gut aufgestellt sind. Wenn ich mir die ernüchternden Zahlen aus Spanien oder Griechenland ansehe, will man sich gar nicht vorstellen, was dort abläuft. Das junge, gebildete Menschen frustriert sind, weil sie wenig Aussichten auf gute Jobs haben, kann ich nachvollziehen. Leider kommt immer mehr H.rte in die Auseinandersetzung. Das ist ein Phänomen dieser Zeit. Auf Heilbronn trifft das aber weniger zu. Das liegt an der Struktur der Stadt. Wir sind Gott sei Dank eine Zuwachsstadt, da es hier Arbeit gibt. Und es fehlen hier in Heilbronn die klassischen Protestthemen, im letzten Jahrzehnt hat eigentlich nur der Bau des ECE-Einkaufzentrums für größeren Wirbel gesorgt. Im Zuge der Bundesgartenschau haben wir schon vor fünf Jahren eine Bürgerbefragung gemacht, die wir nächstes Jahr wiederholen werden. Damals gab es eine über 80-prozentige Zustimmung in der Bevölkerung, darauf können wir bauen und wir werden diese Befragung 2012 auch wiederholen Die Bürger heute haben ein anderes Anspruchsdenken. Sie wollen informiert und aufgeklärt werden. Das ist anders als vor 20 Jahren. Darauf habe wir uns eingestellt.

HANIX — 2012 findet in Heilbronn das Landesturnfest statt. Dafür wird das Frankenstadion momentan teilsaniert. Haben Sie noch Hoffnung, dass es im Heilbronner Frankenstadion in Zukunft auch regelmäßig Spitzensport zu sehen geben wird? Oder ist diesbezüglich Hopfen und Malz verloren?

HELMUT HIMMELSBACH —Ich würde mir wünschen, dass Heilbronn gerade im Fußball wieder rosigere Zeiten erleben wird. Ich habe Hoffnung, dass die Vereine vielleicht durch Fusionen ihre Kr.fte konzentrieren und ausloten, wie es möglich ist, sich zu verbessern. Aber es gibt hier die Falken im Eishockey und Horkheim ist im Handball auch wieder im Kommen. Ich habe mich auch für die Einrichtung einer Handball-Akademie eingesetzt. Auch im Rudern hat Heilbronn einiges im Leistungssport zu bieten.

HANIX — Die Stadt fokussiert sich auf den Breitensport und fördert diesen. Ist Spitzensport, auch als Marketing- und Werbeinstrument, für Heilbronn uninteressant? Ihre ehemalige Heimatstadt Heidenheim sorgt in der 3. Liga gerade deutschlandweit für Fußballfurore. Sicherlich auch, weil die Unterstützung der Stadt da ist.

HELMUT HIMMELSBACH — Wenn ich mitbekomme, was gerade in Heidenheim los ist, erkenne ich einen großen Imagegewinn für die Stadt. Das Heilbronn nur Achtklassig ist, tut schon weh. Es w.re gelogen, wenn ich sagen würde, dass die 8. Liga für eine Stadt wie Heilbronn in Ordnung ist. Es ist nicht in Ordnung! Es ist im Fußball aber nicht anders als in allen anderen Lebensbereichen. Es muss Vertrauen da sein. Natürlich haben wir auch öfters schon erklärt, dass wir als Stadt gerade wenn es um Bereitstellungen von Infrastruktur für den Trainingsbetrieb geht, helfen wollen. Das geht natürlich besser wenn der Stadtsäckel voll ist, das ist auch klar. Aber zunächst müssen die Fußballvereine ihre Kräfte bündeln und sich zusammenschließen.

HANIX — Die BUGA 2019 ist in der Stadt ein viel diskutiertes Thema. Welchen Effekt kann die BUGA für Heilbronn haben?

HELMUT HIMMELSBACH — Ich verweise gerne auf Koblenz. Ich war inzwischen zweimal in Koblenz auf der BUGA. Die Bundesgartenschau hat Koblenz positiv verändert. Das wird auch in Heilbronn so sein, genauso wie der Wertwiesenpark ein Erbe der Landesgartenschau 1985 ist. Und die BUGA wird in Heilbronn die Begleitmusik für den neuen Stadtteil .Neckarbogen. sein. Das ist ein ganz wichtiges Potential für Heilbronn. Das Fruchtschuppen- Areal war ein vergessenes Gel.nde mitten in der Stadt. Dieses Gelände wird eine extrem Aufwertung erfahren und die Stadtteile links und rechts vom Neckar verbinden. Der Bekanntheitsgrad Heilbronns wird steigen. Dadurch hat die Stadt die Chance, sich ein Image aufzubauen, von dem lange Zeit gezehrt werden kann.

HANIX — In den letzten Jahren ist in Heilbronn viel Positives passiert. Ob kulturell durch die Kunsthalle Vogelmann oder im Bildungsbereich durch den Bildungscampus und die »experimenta«. Auch viele kreative Jungunternehmer versuchen bewusst hier in ihrer Heimatstadt etwas zu reißen. Wie will es die Stadt schaffen, diese »Wertsteigerung« des Standorts überregional publik zu machen, was sicherlich ein Ziel sein muss? Schließlich konkurrieren die regionalen Arbeitgeber mit attraktiven Großstädten um kompetente Arbeitskräfte und Akademiker.

HELMUT HIMMELSBACH — Auf den ersten Blick mag Heilbronn im Vergleich zu vielen anderen Großstädten nicht attraktiver erscheinen. Ich pflege viele Unternehmerkontakte und bin in einem stündigen Austausch. Die Heilbronner Unternehmen und wir als Stadt müssen es schaffen, den Leuten die Vorzüge unserer Region zu erklären. Wir können natürlich nicht mit der Attraktivität Münchens oder Berlins konkurrieren oder mit dem studentischen Flair Tübingens oder Heidelbergs. Das wissen wir auch. Aber Sie haben erw.hnt, dass Heilbronn auf den zweiten Blick viel zu bieten hat. Wir müssen Menschen, die überlegen, sich in unserer Stadt niederzulassen, zu den vielen Vorzügen unserer Region hinführen. Der Aufwand, den die Stadt Heilbronn aber auch Heilbronner Unternehmen betreiben müssen, um Kompetenz hierher zu holen, ist sicher höher als in klassischen Universitäts-, Kunst- und Kulturstädten. Das merken wir beispielsweise, wenn wir versuchen Chefärzte anzuwerben. Einige kennen Heilbronn nur vom Vorbeifahren auf der Autobahn. Das versetzt mir als Oberbürgermeister Heilbronns natürlich zunächst einen Stich. Aber damit muss ich leben. Die Wirtschaftsförderung Heilbronn-Franken betreibt seit Jahren Fachkräfteakquise. Dabei werden mit allen Hochschulen Deutschlands enge Kontakte gepflegt. Unsere Leute gehen an die Hochschulen, halten Vortr.ge, stellen die Region vor, laden Studenten und Professoren hierher zu Workshops ein. Und immer wieder und immer öfter bleiben diese gut ausgebildeten Fachkräfte hier hängen. Weil es einfach sehr attraktive Jobs und Unternehmen hier gibt und weil die Lebensqualität im Heilbronner Land sehr hoch ist. Wir müssen heute aber ganz anders werben als früher. In diesem Bereich können wir auch noch mehr tun und unsere Region verst.rkt als den Standort der Weltmarktführer propagieren. Es ist aber auch wichtig, jungen Leuten aus der Region mehr Möglichkeiten zum Studium in der Region zu bieten, um sie für das weitere Berufsleben in der Region zu halten. Während meiner Amtszeit ist es gelungen, die Anzahl der Studenten hier in Heilbronn zu verdoppeln. Im kommenden Jahr werden 6000 junge Leute hier studieren. Der Ausbau der Hochschulpl.tze in Heilbronn ist sehr wichtig für uns..

HANIX — Hauptsächlich werden neue Studiengänge aus dem Wirtschaftsbereich angeboten. Haben Sie keine Angst, dass in Heilbronn zwar die Wirtschaftsgenies der Zukunft hochgezüchtet werden, die nach ihrem Studium die Stadt schnell Richtung München, Stuttgart, Köln, Hamburg oder Berlin verlassen werden?

HELMUT HIMMELSBACH — Ich kann nicht ausschließen, dass manche Studenten hier in Heilbronn keine Wurzeln schlagen werden. Aber selbst dann ist es mir lieber, dass diese Menschen hier ausgebildet werden und wenigstens eine Zeit lang in Heilbronn gelebt haben als dass sie gar nicht hier gewesen sind. Wer hier studiert, baut automatisch eine Beziehung zu Heilbronn auf.

HANIX — Die bald 6000 Studenten wollen auch ein ansprechendes kulturelles Angebot in der Studienstadt ihrer Wahl wahrnehmen können. Welchen Impuls erhoffen Sie sich von den Studenten die in Zukunft in der Innenstadt Wohngemeinschaften bilden werden?

HELMUT HIMMELSBACH — Ich bin glücklich darüber, dass wir es nun geschafft haben, die Hochschule innenstadtnah zu beheimaten. In der Nähe der zwei neuen Standorte werden Studentenwohnheime gebaut. Wenn die Studenten in der Innenstadt wohnen, werden sie sich auch abends im Stadtzentrum aufhalten. Ich verspreche mir mittelfristig eine Veränderung der Kneipen- und Clubkultur und denke, dass diese etwas bunter wird.

HANIX – Können Sie nachvollziehen, dass bei vielen Bürgern, trotz Kunsthalle, ein kultureller Frust einsetzt? Das wunderbare Neckarfest gibt es nur noch im Fünfjahresrhythmus. Übrigens ein Fest, das der Stadt eine mehrstündige TV-Liveübertragung verschafft hat. Und auch das Gaffenbergfestival ist schon lange nicht mehr das größte baden-württembergische Festival dieser Art?

HELMUT HIMMELSBACH — Sie haben recht. Das Gaffenberg- Festival war eine kulturelle Größe in Baden-Württemberg. Es soll auch wieder zur ursprünglichen Größe zurückgeführt werden, allerdings mit einem überarbeitetem Konzept. Die Macher und Unterstützer haben ja nicht aufgegeben.

HANIX — Abschließend: Welchen Wunsch haben Sie für Heilbronn 2012?

HELMUT HIMMELSBACH — Neben der BUGA, die mir sehr ans Herz gewachsen ist und die weiter vorangetrieben werden soll und dem Ausbau der Kliniken, erhoffe ich mir, dass das bürgerschaftliche Engagement in Heilbronn weiter auf einem solch hohen Niveau bleibt, wie in den vergangenen Jahren. Das Mäzenatentum ist in Heilbronn sehr ausgeprägt. Ich komme ja viel im Land herum. In einer ähnlichen Qualität und Breite habe ich das sonst noch nicht erlebt. Auf diesem Parkett ist Heilbronn einzigartig. Selbstverständlich auch wegen Dieter Schwarz und seiner Stiftung, aber auch durch viele andere engagierte Bürger und Heilbronner Familien. Ein spektakuläres Projekt ist beispielsweise auch der Zukunftspark, den wir auch dem privat getragenen Zukunftsfonds Heilbronn zu verdanken haben. Dadurch siedeln sich Branchen in Heilbronn an, die ich sonst nie in unsere Stadt locken könnte. Nächstes Jahr werden dort 450 neue, hochmoderne und zukunftsträchtige Arbeitsplätze geschaffen. Ein guter Anfang, wie ich finde.

Archiv
Interesse am Hanix Newsletter?
CTwhLS0gU3Vic2NyaWJlIEZvcm0gLS0+Cgo8cD5NZWxkZSBEaWNoIGFuIGbDvHIgdW5zZXJlbiBIYW5peCBOZXdzbGV0dGVyPC9wPgo8cD4mbmJzcDs8L3A+Cgo8ZGl2IGNsYXNzPSJuZXdzbGV0dGVycyBuZXdzbGV0dGVycy1mb3JtLXdyYXBwZXIiIGlkPSJuZXdzbGV0dGVycy0xLWZvcm0td3JhcHBlciI+CQoJCQkJCgkJCQkJCQkJPGZvcm0gY2xhc3M9IiBuZXdzbGV0dGVycy1zdWJzY3JpYmUtZm9ybSAiIGFjdGlvbj0iL3RleHQtYXJjaGl2LTIwMTEvaW50ZXJ2aWV3LWRlcy1tb25hdHMtZGV6ZW1iZXItMjAxMS5odG1sP3dwbWxtZXRob2Q9b3B0aW4iIG1ldGhvZD0icG9zdCIgaWQ9Im5ld3NsZXR0ZXJzLTEtZm9ybSIgZW5jdHlwZT0ibXVsdGlwYXJ0L2Zvcm0tZGF0YSI+CgkJCQk8aW5wdXQgdHlwZT0iaGlkZGVuIiBuYW1lPSJmb3JtX2lkIiB2YWx1ZT0iMSIgLz4KCQkJCTxpbnB1dCB0eXBlPSJoaWRkZW4iIG5hbWU9InNjcm9sbCIgdmFsdWU9IjEiIC8+CgkJCQkKCQkJCQkJCQkKCQkJCQkJCQkJPGRpdiBjbGFzcz0iZm9ybS1ncm91cCBuZXdzbGV0dGVycy1maWVsZGhvbGRlciBuZXdzbGV0dGVycy1maWVsZGhvbGRlci12aXNpYmxlIj48bGFiZWwgZm9yPSIiIGNsYXNzPSJjb250cm9sLWxhYmVsIHdwbWxjdXN0b21maWVsZCB3cG1sY3VzdG9tZmllbGQ1Ij5GaXJtYSA8c3VwIGNsYXNzPSJuZXdzbGV0dGVyc19yZXF1aXJlZCB0ZXh0LWRhbmdlciI+PGkgY2xhc3M9ImZhIGZhLWFzdGVyaXNrIj48L2k+PC9zdXA+PC9sYWJlbD4gPGlucHV0IHBsYWNlaG9sZGVyPSJGaXJtYSIgY2xhc3M9ImZvcm0tY29udHJvbCB3cG1sIHdwbWx0ZXh0IiBpZD0id3BtbC0xZmlybWEiIHRhYmluZGV4PSI5MTIiIHR5cGU9InRleHQiIG5hbWU9ImZpcm1hIiB2YWx1ZT0iIiAvPjwvZGl2Pg0KCQkJCQkJCQkJPGRpdiBjbGFzcz0iZm9ybS1ncm91cCBuZXdzbGV0dGVycy1maWVsZGhvbGRlciBuZXdzbGV0dGVycy1maWVsZGhvbGRlci12aXNpYmxlIj48bGFiZWwgZm9yPSIiIGNsYXNzPSJjb250cm9sLWxhYmVsIHdwbWxjdXN0b21maWVsZCB3cG1sY3VzdG9tZmllbGQ2Ij5BbnJlZGUgPHN1cCBjbGFzcz0ibmV3c2xldHRlcnNfcmVxdWlyZWQgdGV4dC1kYW5nZXIiPjxpIGNsYXNzPSJmYSBmYS1hc3RlcmlzayI+PC9pPjwvc3VwPjwvbGFiZWw+IDxpbnB1dCBwbGFjZWhvbGRlcj0iQW5yZWRlIiBjbGFzcz0iZm9ybS1jb250cm9sIHdwbWwgd3BtbHRleHQiIGlkPSJ3cG1sLTFhbnJlZGUiIHRhYmluZGV4PSI5MTMiIHR5cGU9InRleHQiIG5hbWU9ImFucmVkZSIgdmFsdWU9IiIgLz48L2Rpdj4NCjxkaXYgY2xhc3M9ImNsZWFyZml4Ij48L2Rpdj4JCQkJCQkJCQk8ZGl2IGNsYXNzPSJmb3JtLWdyb3VwIG5ld3NsZXR0ZXJzLWZpZWxkaG9sZGVyIG5ld3NsZXR0ZXJzLWZpZWxkaG9sZGVyLXZpc2libGUiPjxsYWJlbCBmb3I9IiIgY2xhc3M9ImNvbnRyb2wtbGFiZWwgd3BtbGN1c3RvbWZpZWxkIHdwbWxjdXN0b21maWVsZDMiPlZvcm5hbWUgPHN1cCBjbGFzcz0ibmV3c2xldHRlcnNfcmVxdWlyZWQgdGV4dC1kYW5nZXIiPjxpIGNsYXNzPSJmYSBmYS1hc3RlcmlzayI+PC9pPjwvc3VwPjwvbGFiZWw+IDxpbnB1dCBwbGFjZWhvbGRlcj0iVm9ybmFtZSIgY2xhc3M9ImZvcm0tY29udHJvbCB3cG1sIHdwbWx0ZXh0IiBpZD0id3BtbC0xdm9ybmFtZSIgdGFiaW5kZXg9IjkxNCIgdHlwZT0idGV4dCIgbmFtZT0idm9ybmFtZSIgdmFsdWU9IiIgLz48L2Rpdj4NCgkJCQkJCQkJCTxkaXYgY2xhc3M9ImZvcm0tZ3JvdXAgbmV3c2xldHRlcnMtZmllbGRob2xkZXIgbmV3c2xldHRlcnMtZmllbGRob2xkZXItdmlzaWJsZSI+PGxhYmVsIGZvcj0iIiBjbGFzcz0iY29udHJvbC1sYWJlbCB3cG1sY3VzdG9tZmllbGQgd3BtbGN1c3RvbWZpZWxkNCI+TmFjaG5hbWUgPHN1cCBjbGFzcz0ibmV3c2xldHRlcnNfcmVxdWlyZWQgdGV4dC1kYW5nZXIiPjxpIGNsYXNzPSJmYSBmYS1hc3RlcmlzayI+PC9pPjwvc3VwPjwvbGFiZWw+IDxpbnB1dCBwbGFjZWhvbGRlcj0iTmFjaG5hbWUiIGNsYXNzPSJmb3JtLWNvbnRyb2wgd3BtbCB3cG1sdGV4dCIgaWQ9IndwbWwtMW5hY2huYW1lIiB0YWJpbmRleD0iOTE1IiB0eXBlPSJ0ZXh0IiBuYW1lPSJuYWNobmFtZSIgdmFsdWU9IiIgLz48L2Rpdj4NCjxkaXYgY2xhc3M9ImNsZWFyZml4Ij48L2Rpdj4JCQkJCQkJCQk8ZGl2IGNsYXNzPSJmb3JtLWdyb3VwIG5ld3NsZXR0ZXJzLWZpZWxkaG9sZGVyIG5ld3NsZXR0ZXJzLWZpZWxkaG9sZGVyLXZpc2libGUiPjxsYWJlbCBmb3I9IiIgY2xhc3M9ImNvbnRyb2wtbGFiZWwgd3BtbGN1c3RvbWZpZWxkIHdwbWxjdXN0b21maWVsZDEiPkUtTWFpbC1BZHJlc3NlIDxzdXAgY2xhc3M9Im5ld3NsZXR0ZXJzX3JlcXVpcmVkIHRleHQtZGFuZ2VyIj48aSBjbGFzcz0iZmEgZmEtYXN0ZXJpc2siPjwvaT48L3N1cD48L2xhYmVsPiA8aW5wdXQgcGxhY2Vob2xkZXI9IkUtTWFpbC1BZHJlc3NlIiBjbGFzcz0iZm9ybS1jb250cm9sIHdwbWwgd3BtbHRleHQiIGlkPSJ3cG1sLTFlbWFpbCIgdGFiaW5kZXg9IjkxNiIgdHlwZT0idGV4dCIgbmFtZT0iZW1haWwiIHZhbHVlPSIiIC8+PC9kaXY+DQoJCQkJCQkJCQk8ZGl2IGNsYXNzPSJmb3JtLWdyb3VwIG5ld3NsZXR0ZXJzLWZpZWxkaG9sZGVyIG5ld3NsZXR0ZXJzLWZpZWxkaG9sZGVyLWhpZGRlbiBoaWRkZW4iPjxsYWJlbCBmb3I9IiIgY2xhc3M9ImNvbnRyb2wtbGFiZWwgd3BtbGN1c3RvbWZpZWxkIHdwbWxjdXN0b21maWVsZDIiPk1haWxpbmcgTGlzdCA8c3VwIGNsYXNzPSJuZXdzbGV0dGVyc19yZXF1aXJlZCB0ZXh0LWRhbmdlciI+PGkgY2xhc3M9ImZhIGZhLWFzdGVyaXNrIj48L2k+PC9zdXA+PC9sYWJlbD4gPGlucHV0IHR5cGU9ImhpZGRlbiIgbmFtZT0ibGlzdF9pZFtdIiB2YWx1ZT0iMSIgLz48L2Rpdj4NCgkJCQkJCQkJCTxkaXYgY2xhc3M9ImZvcm0tZ3JvdXAgbmV3c2xldHRlcnMtZmllbGRob2xkZXIgbmV3c2xldHRlcnMtZmllbGRob2xkZXItdmlzaWJsZSI+PGxhYmVsIGZvcj0iIiBjbGFzcz0iY29udHJvbC1sYWJlbCB3cG1sY3VzdG9tZmllbGQgd3BtbGN1c3RvbWZpZWxkNyI+IFp1c3RpbW11bmcgenVyIERhdGVuc3BlaWNoZXJ1bmcgPHN1cCBjbGFzcz0ibmV3c2xldHRlcnNfcmVxdWlyZWQgdGV4dC1kYW5nZXIiPjxpIGNsYXNzPSJmYSBmYS1hc3RlcmlzayI+PC9pPjwvc3VwPjwvbGFiZWw+IDxkaXYgY2xhc3M9ImNoZWNrYm94Ij48bGFiZWwgY2xhc3M9ImNvbnRyb2wtbGFiZWwgd3BtbGNoZWNrYm94bGFiZWwgd3BtbCI+PGlucHV0IGNsYXNzPSJ3cG1sY2hlY2tib3giIHRhYmluZGV4PSI5MTciIHR5cGU9ImNoZWNrYm94IiAgbmFtZT0ienVzdGltbXVuZ3p1cmRhdGVuc3BlaWNoZXJ1bmdbXSIgdmFsdWU9IjkiIC8+IEhpZXJtaXQgc3RpbW1lIGljaCB6dSwgZGFzcyBkaWUgRmlybWEgSEFOSVggTUVESUEgR2JSIGltIFNpbm5lIGRlciBEU0dWTyBtZWluZSBEYXRlbiBzcGVpY2hlcm4gdW5kIHZlcmFyYmVpdGVuIGTDvHJmZW4sIHdlbGNoZSDDvGJlciBkaWVzZXMgRm9ybXVsYXIgZWluZ2VnZWJlbiB1bmQgdmVyc2VuZGV0IHdlcmRlbi4gU2llIFN0aW1tZW4gYXXDn2VyZGVtIGRlbSB1bnJlZ2VsbcOkw59pZ2VtIEVyaGFsdCB1bnNlcmVzIE5ld3NsZXR0ZXJzIHp1LjwvbGFiZWw+PC9kaXY+PC9kaXY+DQo8ZGl2IGNsYXNzPSJjbGVhcmZpeCI+PC9kaXY+CQkJCQkJCQkKCQkJCQkJCQkKCQkJCTxkaXYgY2xhc3M9Im5ld3NsZXR0ZXJuYW1lLXdyYXBwZXIiIHN0eWxlPSJkaXNwbGF5Om5vbmU7Ij4KCQkJICAgIAk8aW5wdXQgdHlwZT0idGV4dCIgbmFtZT0ibmV3c2xldHRlcm5hbWUiIHZhbHVlPSIiIGlkPSJuZXdzbGV0dGVycy0xbmV3c2xldHRlcm5hbWUiIGNsYXNzPSJuZXdzbGV0dGVybmFtZSIgLz4KCQkJICAgIDwvZGl2PgoJCQkJCgkJCQkJCQkJCTxkaXYgY2xhc3M9ImNsZWFyZml4Ij48L2Rpdj4KCQkJCQkJCQkKCQkJCTxkaXYgaWQ9Im5ld3NsZXR0ZXJzLWZvcm0tMS1zdWJtaXQiIGNsYXNzPSJmb3JtLWdyb3VwIG5ld3NsZXR0ZXJzLWZpZWxkaG9sZGVyIG5ld3NsZXR0ZXJzX3N1Ym1pdCI+CgkJCQkJPHNwYW4gY2xhc3M9Im5ld3NsZXR0ZXJzX2J1dHRvbndyYXAiPgoJCQkJCQk8YnV0dG9uIHZhbHVlPSIxIiB0eXBlPSJzdWJtaXQiIG5hbWU9InN1YnNjcmliZSIgaWQ9Im5ld3NsZXR0ZXJzLTEtYnV0dG9uIiBjbGFzcz0iYnRuIGJ0bi1wcmltYXJ5IGJ1dHRvbiBuZXdzbGV0dGVycy1idXR0b24iPgoJCQkJCQkJCQkJCQkJCTxzcGFuIGNsYXNzPSJuZXdzbGV0dGVycy1idXR0b24tbGFiZWwiPkFubWVsZGVuIGFtIE5ld3NsZXR0ZXI8L3NwYW4+CgkJCQkJCTwvYnV0dG9uPgoJCQkJCTwvc3Bhbj4KCQkJCTwvZGl2PgoJCQkJCgkJCQk8ZGl2IGNsYXNzPSJuZXdzbGV0dGVycy1wcm9ncmVzcyIgc3R5bGU9ImRpc3BsYXk6bm9uZTsiPgoJCQkJCTxkaXYgY2xhc3M9ImNsZWFyZml4Ij48L2Rpdj4KCQkJCQk8ZGl2IGNsYXNzPSJwcm9ncmVzcyI+CgkJCQkJCTxkaXYgY2xhc3M9InByb2dyZXNzLWJhciBwcm9ncmVzcy1iYXItc3VjY2VzcyBwcm9ncmVzcy1iYXItc3RyaXBlZCBhY3RpdmUiIHJvbGU9InByb2dyZXNzYmFyIiBhcmlhLXZhbHVlbm93PSIwIiBhcmlhLXZhbHVlbWluPSIwIiBhcmlhLXZhbHVlbWF4PSIxMDAiIHN0eWxlPSJ3aWR0aDowJTsiPgoJCQkJCQkJPHNwYW4gY2xhc3M9InNyLW9ubHkiPjAlIENvbXBsZXRlPC9zcGFuPgoJCQkJCQk8L2Rpdj4KCQkJCQk8L2Rpdj4KCQkJCTwvZGl2PgoJCQkJCgkJCQk8ZGl2IGNsYXNzPSJjbGVhcmZpeCI+PC9kaXY+CgkJCQkKCQkJCTwhLS0gU3Vic2NyaWJlIEZvcm0gQ3VzdG9tIENTUyAtLT4KCQkJCTxzdHlsZSB0eXBlPSJ0ZXh0L2NzcyI+CgkJCQkjbmV3c2xldHRlcnMtMS1mb3JtIHsKCQkJCQkJCQkJfQoJCQkJCgkJCQkjbmV3c2xldHRlcnMtMS1mb3JtIC5jb250cm9sLWxhYmVsIHsKCQkJCQljb2xvcjogIzAwMDAwMDsJCQkJfQoJCQkJCgkJCQkjbmV3c2xldHRlcnMtMS1mb3JtIC5mb3JtLWNvbnRyb2wgewoJCQkJCWJhY2tncm91bmQtY29sb3I6ICNmZmZmZmY7CQkJCQljb2xvcjogIzU1NTU1NTsJCQkJCWJvcmRlci1yYWRpdXM6IDRweDsJCQkJfQoJCQkJCgkJCQkjbmV3c2xldHRlcnMtMS1mb3JtIC5idG4gewoJCQkJCWJvcmRlci1zaXplOiAxcHg7CQkJCQlib3JkZXItcmFkaXVzOiAzcHg7CQkJCX0KCQkJCQoJCQkJI25ld3NsZXR0ZXJzLTEtZm9ybSAuYnRuLXByaW1hcnkgewoJCQkJCWJhY2tncm91bmQtY29sb3I6ICNmZmZmZmY7CQkJCQlib3JkZXItY29sb3I6ICMwMDAwMDA7CQkJCX0KCQkJCQoJCQkJI25ld3NsZXR0ZXJzLTEtZm9ybSAuYnRuLXByaW1hcnkuYWN0aXZlLAoJCQkJI25ld3NsZXR0ZXJzLTEtZm9ybSAuYnRuLXByaW1hcnkuZm9jdXMsCgkJCQkjbmV3c2xldHRlcnMtMS1mb3JtIC5idG4tcHJpbWFyeTphY3RpdmUsCgkJCQkjbmV3c2xldHRlcnMtMS1mb3JtIC5idG4tcHJpbWFyeTpmb2N1cywKCQkJCSNuZXdzbGV0dGVycy0xLWZvcm0gLmJ0bi1wcmltYXJ5OmhvdmVyIHsKCQkJCQliYWNrZ3JvdW5kLWNvbG9yOiAjMjg2MDkwOwkJCQkJYm9yZGVyLWNvbG9yOiAjMjA0ZDc0OwkJCQl9CgkJCQkKCQkJCQkJCQk8L3N0eWxlPgoJCQk8L2Zvcm0+CgkJCQoJCQkJCQk8L2Rpdj4KCg==
IDxkaXYgY2xhc3M9ImNmZi13cmFwcGVyIj48ZGl2IGlkPSJjZmYiIGRhdGEtY2hhcj0iNDAwIiBjbGFzcz0iIGNmZi1kZWZhdWx0LXN0eWxlcyIgPjxoMyBjbGFzcz0iY2ZmLWhlYWRlciIgPjxzcGFuIGNsYXNzPSJmYSBmYXMgZmFiIGZhLWZhY2Vib29rLXNxdWFyZSIgc3R5bGU9ImNvbG9yOiAjOyBmb250LXNpemU6IDI4cHg7IiBhcmlhLWhpZGRlbj0idHJ1ZSI+PC9zcGFuPjxzcGFuIGNsYXNzPSJoZWFkZXItdGV4dCIgc3R5bGU9ImhlaWdodDogMjhweDsiPkZhY2Vib29rIFBvc3RzPC9zcGFuPjwvaDM+PGRpdiBjbGFzcz0iY2ZmLWVycm9yLW1zZyI+PHA+VW5hYmxlIHRvIGRpc3BsYXkgRmFjZWJvb2sgcG9zdHMuPGJyLz48YSBocmVmPSJqYXZhc2NyaXB0OnZvaWQoMCk7IiBpZD0iY2ZmLXNob3ctZXJyb3IiIG9uY2xpY2s9ImNmZlNob3dFcnJvcigpIj5TaG93IGVycm9yPC9hPjxzY3JpcHQgdHlwZT0idGV4dC9qYXZhc2NyaXB0Ij5mdW5jdGlvbiBjZmZTaG93RXJyb3IoKSB7IGRvY3VtZW50LmdldEVsZW1lbnRCeUlkKCJjZmYtZXJyb3ItcmVhc29uIikuc3R5bGUuZGlzcGxheSA9ICJibG9jayI7IGRvY3VtZW50LmdldEVsZW1lbnRCeUlkKCJjZmYtc2hvdy1lcnJvciIpLnN0eWxlLmRpc3BsYXkgPSAibm9uZSI7IH08L3NjcmlwdD48L3A+PGRpdiBpZD0iY2ZmLWVycm9yLXJlYXNvbiI+RXJyb3I6IEFuIGFjY2VzcyB0b2tlbiBpcyByZXF1aXJlZCB0byByZXF1ZXN0IHRoaXMgcmVzb3VyY2UuPGJyIC8+VHlwZTogT0F1dGhFeGNlcHRpb248YnIgLz5Db2RlOiAxMDQ8YnIgLz5QbGVhc2UgcmVmZXIgdG8gb3VyIDxhIGhyZWY9Imh0dHBzOi8vc21hc2hiYWxsb29uLmNvbS9jdXN0b20tZmFjZWJvb2stZmVlZC9kb2NzL2Vycm9ycy8iIHRhcmdldD0iX2JsYW5rIj5FcnJvciBNZXNzYWdlIFJlZmVyZW5jZTwvYT4uPC9kaXY+PC9kaXY+PC9kaXY+PC9kaXY+IA==
Matomo
IA0KPHNjcmlwdCB0eXBlPSJ0ZXh0L2phdmFzY3JpcHQiPg0KICB2YXIgX3BhcSA9IF9wYXEgfHwgW107DQogIC8qIHRyYWNrZXIgbWV0aG9kcyBsaWtlICJzZXRDdXN0b21EaW1lbnNpb24iIHNob3VsZCBiZSBjYWxsZWQgYmVmb3JlICJ0cmFja1BhZ2VWaWV3IiAqLw0KICBfcGFxLnB1c2goWyd0cmFja1BhZ2VWaWV3J10pOw0KX3BhcS5wdXNoKFsndHJhY2tWaXNpYmxlQ29udGVudEltcHJlc3Npb25zJ10pOw0KICBfcGFxLnB1c2goWydlbmFibGVMaW5rVHJhY2tpbmcnXSk7DQogIChmdW5jdGlvbigpIHsNCiAgICB2YXIgdT0iLy9zdGF0aXN0aWsuZWFzeS1uZXR3b3J4LmNoLyI7DQogICAgX3BhcS5wdXNoKFsnc2V0VHJhY2tlclVybCcsIHUrJ3Bpd2lrLnBocCddKTsNCiAgICBfcGFxLnB1c2goWydzZXRTaXRlSWQnLCAnMyddKTsNCiAgICB2YXIgZD1kb2N1bWVudCwgZz1kLmNyZWF0ZUVsZW1lbnQoJ3NjcmlwdCcpLCBzPWQuZ2V0RWxlbWVudHNCeVRhZ05hbWUoJ3NjcmlwdCcpWzBdOw0KICAgIGcudHlwZT0ndGV4dC9qYXZhc2NyaXB0JzsgZy5hc3luYz10cnVlOyBnLmRlZmVyPXRydWU7IGcuc3JjPXUrJ3Bpd2lrLmpzJzsgcy5wYXJlbnROb2RlLmluc2VydEJlZm9yZShnLHMpOw0KICB9KSgpOw0KPC9zY3JpcHQ+DQo=